Projektbeschreibung

Kraniche
(Foto: Bruno Dittrich)

Svenska Tranarbetsgruppen

Die Schwedische Kranicharbeitsgruppe ist ein auf ideeller Basis arbeitender Verein innerhalb des Schwedischen Ornithologischen Vereins (SOF) und ist somit BirdLife International zugehörig.

In einem Projekt der Schwedischen Kranicharbeitsgruppe (Simone Röper, Projektleiterin) werden in der Umgebung von Umeå, Västerbotten, Nordschweden ca. 150 Brutpaare in einem Gebiet von 100 x 150 km kontrolliert. In den letzten drei Jahren wurden einige Jungkraniche beringt und mit kleinen Sendern versehen und dann im Brutgebiet telemetriert um mehr über die Größe ihres Reviers und die Habitatnutzung von Kranichfamilien herauszufinden. Anschließend wird den Kranichfamilien an die ersten einheimischen Sammel- und Rastplätze gefolgt. Gleichzeitig wird versucht Kraniche, die in den Vorjahren besendert wurden, an den unterschiedlichen Rastplätzen aufzuspüren.

 

Informationen zur Schwedische Kranich-Arbeitsgruppe /
Radiotracking Projekt in Nordschweden

Träger des Projektes ist die Schwedische Kranicharbeitsgruppe, eine Arbeitsgruppe innerhalb der Schwedischen Ornithologischen Gesellschaft (Sveriges ornitologiska förening, SOF) und somit BirdLife International zugehörig.

 

Ziel des Radiotracking Projektes in Västerbotten, Norschweden

1. Über Reviergröße und -nutzung von Kranichfamilien in Schweden ist bisher kaum etwas bekannt. Solches Wissen ist jedoch für Schutz und Management der Art von großer Bedeutung. Zwischen 2001und 2004 wurden deshalb Jungkraniche in Västerbotten mit Radiosendern ausgestattet und im Brutgebiet getrackt (angepeilt). Erste Ergebnisse wurden während der Vth European Crane Conference, Sweden 10-13 April 2003, mit einem Poster vorgestellt (englischsprachiges Poster kann als A4 zugesendet werden).

2. Weiteres Ziel des Projektes ist es, mehr über die unterschiedlichen Zugrouten nordschwedischer Kraniche herauszufinden. Beobachtungen beringter finnischer Kraniche entlang beider europäischer Zugwege führen zur Vermutung, dass irgendwo in Nordschweden eine Grenze verläuft, für Kraniche, die den westeuropäischen Zugweg fliegen und jene, die den osteuropäischen wählen. 15 bisher in Västerbotten besenderte Kraniche, haben uns auf ihren Reisen durch ganz Europa (Schweden, Finnland, Deutschland, Frankreich, Spanien) schon interessante Ergebnisse beschert. Siehe unser Tagebuch

 

Finanzierung

Das Projekt sowie die gesamte Arbeit der Schwedischen Kranicharbeitsgruppe wird ehrenamtlich betrieben. Finanzielle Mittel für Fahrtkosten und Sachkosten werden bei verschiedenen Stiftungen, z.B. des SOF, jährlich beantragt.

Privatpersonen haben den Kauf einiger Sender finanziell unterstützt und sind damit Pate eines Kranichs geworden. Die Paten werden über alle Beobachtungen Ihres Kranichs informiert. Da der Kranich neben dem Sender auch Farbringe trägt, kann er auch rein visuell von den vielen Kranichbeobachtern abgelesen werden.

 

Planung ab 2006 – Möchten Sie uns unterstützen?

Die Telemetrie-Studien in den Brutgebieten sind weitgehend abgeschlossen. Nur einzelne Kraniche sollen auch in Zukunft mit Sendern versehen werden. Hauptsächlich werde ich mich darauf konzentrieren, die Wanderungen der bisher besenderten Kraniche zu verfolgen, von denen mindestens 15 noch am Leben sind. Viele nordschwedische Kraniche kehren im ersten Jahr nicht hierher zurück. Wo diese ihren ersten Sommer verbringen, ist eine weitere Frage, die mit Hilfe der Sender untersucht werden kann.

Wenn Sie das Projekt auch in Zukunft unterstützen möchten, können Sie dies am Besten in Form einer Spende für Fahrkosten tun. Damit ermöglichen Sie mir, die besenderten und auch beringte Kraniche an den unterschiedlichen Sammel- und Rastplätzen, hauptsächlich in Västerbotten, suchen und beobachten zu können sowie möglicherweise erste Brutversuche festzustellen. Wie auch die Paten, werden Sie regelmäßig über Beobachtungen der "Projektkraniche" informiert werden.

 

Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit!
Alles Gute, Simone Röper
Schwedische Kranicharbeitsgruppe
Koordinatorin für Kranichberingung und -besenderung

 

Weitere Informationen:


Projektpartner

Foto- und Sportoptik:

Medienpartner:

Funkservice: