Collage vom Reisegebiet Collage vom Reisegebiet Collage vom Reisegebiet

Nationalpark Unteres Odertal

Schutz für die Natur
Zwischen Hohensaaten und Stettin (Szczecin) haben deutsche und polnische Naturschützer im Unteren Odertal gleich nach der Grenzöffnung in Europa 1990 ein grenzüberschreitendes, Völkerverbindendes Naturschutzprojekt begonnen. Seit 1993 ist der polnische Teil (ca. 6.000 ha) als Landschaftsschutzpark, seit 1995 der deutsche (10.500 ha) als Nationalpark ausgewiesen. Auf polnischer wie auf deutscher Seite umgeben dieses Kerngebiet des Internationalparks ausgedehnte Schutzzonen, auf deutscher das rund 18.000 ha große Landschaftsschutzgebiet Nationalparkregion Unteres Odertal. Zusammen mit dem polnischen Landschaftsschutzpark Zehden (Cedynia) umfasst der Internationalpark Unteres Odertal 117.000 ha.
Die Oderaue ist geprägt von der Stromoder selbst, ihren Altwassern und Schilfgürteln, von den periodisch überfluteten Feuchtwiesen und dem naturnahen Auwald. Die das Tal begrenzenden Hänge sind von artenreichen Laubwäldern bedeckt, die Kuppen von blumigen Trockenrasen. Diese vielfältigen Lebenstypen auf engstem Raum ermöglichen eine für Mitteleuropa ungewöhnliche Artenvielfalt. Insbesondere ist das Untere Odertal für seinen Vogelreichtum berühmt.

Die Tierwelt
Untere Odertal wurde vor allem wegen seiner Vögel bekannt. 160 Brutvogelarten wurden allein im deutschen Teil des Internationalparkes gezählt, darüber hinaus 50 Säugetier-, 6 Reptilien-, 11 Amphibien- und 49 Fischarten. Im Unteren Odertal brüten neben dem Schwarzstorch und dem Uhu auch alle 3 Adlerarten (Seeadler, Schreiadler, Fischadler). Unter den Säugetieren sind vor allem der Fischotter und der sich stark ausbreitende Biber zu nennen.

Der Vogelzug
Berühmt ist das Untere Odertal vor allem wegen des Vogelzuges. Im Frühjahr und im Herbst nutzen weit über 100.000 Gänse und Enten, aber auch 10.000 Kraniche und andere Zugvögel das Untere Odertal als Rast- und Überwinterungsgebiet. Vor allem der Kranichzug im Herbst, bei dem die Kraniche von ihrem Nachtquartier im polnischen Zwischenstromland morgens relativ flach zu ihren Fressplätzen auf die abgeernteten Mais- und Getreidefelder auf deutscher Seite fliegen und abends zurück, ist eine spektakuläre Touristenattraktion.

Weitere Informationen und Termine [PDF Datei, 442KB]